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Über das Projekt
Das Webjournal Hubert Fichte: Love and Ethnology  (Liebe und Ethnologie) begleitet das gleichnamige Kooperationsprojekt zwischen Goethe-Institut und Haus der Kulturen der Welt , das zwischen 2017 und 2019 mit Unterstützung der S. Fischer Stiftung und des S. Fischer Verlags an den Ausstellungs- und Präsentationsorten Lissabon, Salvador de Bahia, Rio de Janeiro, Santiago de Chile, Dakar, New York und Berlin mit zahlreichen Partner*innen realisiert wird. Ausgangspunkt für Hubert Fichte:... More…
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01/10/2018  Hubert Fichte  Dakar
Aufzeichnungen aus einem psychiatrischen Dorf (Psyche, Auszug III)
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10/08/2018  Hubert Fichte  Rio de Janeiro
Ein Geschwür bedeckt das Land
Furcht und Elend der brasilianischen Republik (Teil II)

Um 1971 seine zweite Forschungsreise nach Brasilien zu finanzieren, schrieb Hubert Fichte einen zweiteiligen Text für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Dieser erschien in den Heftnummern 5 und 6 im Jahr 1972 und bezog sich auf beide Brasilienreisen. Fichte zeichnete hier ein schonungsloses Bild der Militärdiktatur und hob insbesondere die Verwicklung von bundesdeutschen Unternehmen und der Außenpolitik hervor. Seine Analyse der brasilianischen Kultur folgt weitgehend klassisch marxistisch geprägten Modellen: ‘Die Armen’ werden von Fußball, Karneval und Candomblé abgelenkt und daran gehindert, ihr Elend zu begreifen, geschweige denn, sich dagegen aufzulehnen. In Ansätzen kann man bereits erkennen, dass Fichte im Candomblé bald eine eigenständige afroamerikanische Kultur mit widerständigen Elementen erkennen wird, doch bleibt sein Urteil im vorliegenden Text noch skeptisch. Wegen der Angriffe auf brasilianische Behörden und deren deutsche Komplizen wurde Fichte auch in Brasilien stark angefeindet. Aus Angst vor einer Verhaftung betrat er nach Erscheinen der Spiegel-Beiträge das Land einige Jahre nicht. More…

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03/08/2018  Hubert Fichte  Salvador da Bahia
Das Land des Lächelns
Polemische Anmerkungen zu Tristes Tropiques von Claude Lévi-Strauss

Hubert Fichte ist der französischen Ethnologie, deren Einfluss auch in Brasilien dominant war und ist, stets skeptisch begegnet. Exemplarisch verdichtet er seine oft geäußerten Einwände gegen die Schulen von u.a. Claude Lévi-Strauss und Pierre Verger – zuweilen nennt er auch Michel Leiris, Roger Bastide und Georges Bataille – in diesem Aufsatz, der sich an Methode, Attitüde und Ergebnissen von Lévi-Strauss’ berühmtestem Buch Tristes Tropiques (und der deutschen Übersetzung und Bearbeitung Traurige Tropen, die ihm vorlag) abarbeitet. More…

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27/07/2018  Max Jorge Hinderer Cruz, Amilcar Packer  Rio de Janeiro
Implosão: Trans(re)lating Hubert Fichte

Die zweiteilige Ausstellung an den Stationen Salvador da Bahia (MAM Museum of Modern Art, 7.11. – 17.12.2017) und Rio de Janeiro (Centro Municipal de Arte Hélio Oiticica, 25.11.2017 – 13.1.2018) widmete sich der kritischen Rezeption von Hubert Fichtes Werk und Themen wie Homosexualität, Religion, insbesondere dem Candomblé, und den Repressionen der Militärdiktatur, die Fichte vor Ort und in der literarischen Aufbereitung seiner Forschungsaufenthalte in Brasilien zwischen 1969 und 1982 setzte. Die Kuratoren von Implosão: Trans(re)lating Hubert FichteAmilcar Packer und Max Jorge Hinderer Cruz, gehen in ihrem Text auf die Projektgenese ein, die Fichtes Explosion. Roman der Ethnologie zum Ausgangspunkt nahm. Sie skizzieren die Schwierigkeit wie auch Strategien, zu Fichte als europäischem Schriftsteller und in Brasilien forschendem Ethnologen zu arbeiten, ohne diesen dabei in das Zentrum der verhandelten Themenfelder zu rücken. More…

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24/10/2017  Peter Braun  Lisboa
Sesimbra – am Rand von Europa

Der Germanist und Medientheoretiker Peter Braun zeigt die Themen und erzählerische Stränge des Romans Eine Glückliche Liebe auf. Er setzt sie ins Verhältnis zu seinen Entstehungsbedingungen und dazu, wie diese im Roman erscheinen. Braun situiert den Roman auch als Station der Bio-Geografie, die Hubert Fichte und Leonore Mau über den Atlantik und entlang der afrikanischen und afro-diasporischen Küsten durch die Geschichte der Empfindlichkeit führen wird: als Ausgangspunkt. More…

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22/10/2017  Hubert Fichte  Salvador da Bahia
Explosion (Auszug II)
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20/10/2017  Hubert Fichte  Lisboa
Forschungsbericht (Auszug)

Hubert Fichtes Forschungsbericht steht an einem Wendepunkt in der Geschichte der Empfindlichkeit: Das fotografierende, forschende “Ethnologenehepaar” Irma und Jäcki gerät an die Grenzen seiner alternativen Ethnologie. Jäcki vergräbt sich in Methodenfragen und wird immer skeptischer: Der Roman, so die Fichte-Herausgeberin Gisela Lindemann in der “Editorischen Notiz”, “beschreibt und inszeniert (…) den Zusammenbruch aller bundesrepublikanischen (und europäischen) Versuche, auf die Herausforderung durch das vielschichtige Elend der Menschen in der Dritten Welt engagiert zu reagieren”. Allein das Versprechen des Aufbruchs scheint zu funktionieren, alles andere wird zur Literatur, von der er sich eigentlich entfernen wollte: “Das ist es. Forschungsbericht. Roman. (…) Die Wissenschaften sind Romane über Helden wie Hegel, Freud, Lacan. Die Verfasser sind die Titel.” Der Roman schildert eine Reise, die Fichte und Mau im Februar 1980 nach Belize führt und wurde im April 1981 beendet. Er bildet den Band XV der Geschichte der Empfindlichkeit. More…

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23/09/2017  Jürgen Bock  Lisboa
Vertan, vertan, sprach der Hahn – und stieg von der Ente

Wie ein Projekt zu Hubert Fichte und seinem und Leonore Maus großen ethnologischen Projekt starten? Der Ko-Kurator von Hubert Fichte: Love and Ethnology, Jürgen Bock, führt ein in die Genese der von ihm kuratierten Gruppenausstellung Mistake! Mistake! said the rooster… and stepped down from the duck an der Lissaboner Projekt-Station Lumiar Cité. Ein Durchgang durch Ideen, Planungen und Verwicklungen, ausgehend von der Übersetzung von Fichtes Eine Glückliche Liebe ins Portugiesische und der Rückkehr an die Ausgangsorte dieses Schlüsselwerks. More…

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01/10/2018  Hubert Fichte  Dakar
Zweites Gespräch mit Maurice Dorès am 29. Mai 1976 (Psyche, Auszug II)
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04/09/2018  Hubert Fichte  Santiago de Chile
Explosion (Auszug III)
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03/08/2018  Hubert Fichte  Rio de Janeiro
Ein Geschwür bedeckt das Land
Furcht und Elend der brasilianischen Republik (Teil I)

Um 1971 seine zweite Forschungsreise nach Brasilien zu finanzieren, schrieb Hubert Fichte einen zweiteiligen Text für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Dieser erschien in den Heftnummern 5 und 6 im Jahr 1972 und bezog sich auf beide Brasilienreisen. Fichte zeichnete hier ein schonungsloses Bild der Militärdiktatur und hob insbesondere die Verwicklung von bundesdeutschen Unternehmen und der Außenpolitik hervor. Seine Analyse der brasilianischen Kultur folgt weitgehend klassisch marxistisch geprägten Modellen: ,Die Armen‘ werden von Fußball, Karneval und Candomblé abgelenkt und daran gehindert, ihr Elend zu begreifen, geschweige denn, sich dagegen aufzulehnen. In Ansätzen kann man bereits erkennen, dass Fichte im Candomblé bald eine eigenständige afroamerikanische Kultur mit widerständigen Elementen erkennen wird, doch bleibt sein Urteil im vorliegenden Text noch skeptisch. Wegen der Angriffe auf brasilianische Behörden und deren deutsche Komplizen wurde Fichte auch in Brasilien stark angefeindet. Aus Angst vor einer Verhaftung betrat er nach Erscheinen der Spiegel-Beiträge das Land einige Jahre nicht. More…

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27/07/2018  Hubert Fichte  Rio de Janeiro
Wolli Indienfahrer

Im Sommer 1969 führte Hubert Fichte ausführliche Interviews mit zwei weiblichen und zwei männlichen Sexarbeiter*innen in Hamburg, dazu zwei mit dem befreundeten Bordellbesitzer Wolli (Wolfgang Köhler). Sie erschienen 1972 als Interviews aus dem Palais D’Amour etc.; 1978 erweitert um ein zusätzliches Gespräch mit Wolli als Wolli Indienfahrer. Da Fichte bis zum September 1969 in Brasilien war, ist die genaue Entstehungszeit unklar. Einige Quellen behaupten, die Interviews seien bereits 1968 geführt worden. Die Ethnologien der „fremden“ und der „eigenen“ Kultur beginnen bei Fichte aber gewissermaßen zeitgleich. Im Folgenden bringen wir kurze Ausschnitte aus den vier Sexarbeiter*innen-Gesprächen. More…

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26/10/2017  Hubert Fichte  Lisboa
Eine Glückliche Liebe (Auszug)
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24/10/2017  Diedrich Diederichsen  Lisboa
Sexualität, Folter, Bi-Kontinentalität – Widerstand, Theorie und politische Heuristik in Hubert Fichtes Geschichte der Empfindlichkeit

Der Kulturwissenschaftler und Kritiker Diedrich Diederichsen benennt drei Themen in einem Essay, der ursprünglich zu einer ebenfalls von Jürgen Bock – dem Kurator der ersten Station, Lissabon – konzipierten Veranstaltung entstanden ist: Sexualität, Folter und Bi-Kontinentalität. Diese ziehen sich durch die gesamte Geschichte der Empfindlichkeit und sind bereits in Eine Glückliche Liebe präsent, bevor sie im Roman Forschungsbericht kulminieren. Sexualität als utopische Chance einer körperlichen, globalen menschlichen Vereinigung; Folter als die körperliche Realität von Unterdrückung und Bi-Kontinentalität als ein Arbeitsbegriff für die Forschung am damals noch nicht so genannten Black Atlantic, der afrikanischen Diaspora. More…

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20/10/2017  Peter Braun  Salvador da Bahia
Salvador da Bahia – Auf der Suche nach einer Ethnologie der Empfindlichkeit

Der Germanist und Medientheoretiker Peter Braun beschreibt die Entstehung ethnologischer Fragestellungen und Praktiken auf Hubert Fichtes Weg anhand der Erfahrung, die dieser in Salvador da Bahia 1971 und 1972 machte. Er nimmt dafür nicht allein die Inhalte des Romans Explosion in den Blick, sondern betrachtet diese auch im Verhältnis zu Fichtes Studien Xango, Petersilie und Lazarus und die Waschmaschine, die außerhalb der Geschichte der Empfindlichkeit noch zu Lebzeiten des Schriftstellers und Ethnologen erschienen. Daneben gibt Braun sehr lesenswerte Einführungen in die Geschichte des Candomblé und anderer westafrikanisch geprägter Religionen, die aus der Yorubá-Tradition stammen und die Fichte in Südamerika und der Karibik studieren wird. More…

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20/10/2017  Hubert Fichte  Rio de Janeiro
Explosion (Auszug I)
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